ArcelorMittal
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Stahlsorten

HISTAR® UND FRITENAR® Markenstähle

 

Die HISTAR® und FRITENAR® Markenstähle erfüllen alle Bedingungen der üblichen Baustahlnormen. Sie zeichnen sich durch bessere Werte aus und bieten zusätzliche Sicherheiten.

HISTAR® und FRITENAR® Güten sind hochfeste Feinkornbaustähle, die eine Kombination von geringen Legierungsgehalten, hohen Streckgrenzen, exzellenten Zähigkeiten sowie eine ausgezeichnete Schweißbarkeit zulassen. Lieferbar sind Streckgrenzen von 355 MPa und 460 MPa für HISTAR® und von 355 MPa für FRITENAR®. Dank der neuen Inline-Wärmebehandlung QST (Quenching and Self-Tempering = Abschrecken und Selbstanlassen) sind die Streckgrenzen der HISTAR® Güten im Vergleich zu denjenigen der üblichen Baustähle über den gesamten Erzeugnisdickenbereich verbessert (siehe hierunter).

 

 

HISTAR® Stähle werden im thermomechanisch gewalzten Zustand nach ETA-10/0156 geliefert. Sie erfüllen die Anforderungen der europäischen Normen EN 10025-4: 2004 für schweißgeeignete Feinkornbaustähle.

Die Markenstähle werden im Normalfall mit einem Si-Gehalt von 0,14% - 0,25% geliefert. Sie sind daher zum Aufbau einer Zinkschicht beim Feuerverzinken geeignet. Der Gehalt an Phosphor liegt gewöhnlich unter 0,035% und hat bei den betrachteten Si-Werten keinen Einfluss auf die Endstärke des Überzugs.

Das thermische Trennen und die mechanische Bearbeitung von HISTAR® und FRITENAR® Güten können unter normalen Bedingungen genauso durchgeführt werden wie für vergleichbare Baustähle in dem jeweiligen Festigkeitsbereich. Ein Vorwärmen zur Vermeidung von Abkühlungsrissen ist, bedingt durch den geringen Gehalt an Legierungselementen, ab einer Verarbeitungstemperatur >0°C nicht erforderlich.

Unter Einhaltung der allgemeinen Regeln der Schweißtechnik bieten die HISTAR® und FRITENAR® Güten für alle manuellen und automatischen Schweißprozesse eine optimale Schweißbarkeit. Bedingt durch das niedrige Kohlenstoffäquivalent ist ein Vorwärmen bei Streckenenergien von 10-60 kJ/cm und bei Verarbeitungstemperaturen >0°C nicht erforderlich, vorausgesetzt es werden Schweißzusatzwerkstoffe mit niedrigem Wasserstoffgehalt verwendet.

Unter diesen Umständen können die HISTAR® und FRITENAR® Stähle ohne Vorwärmen über den gesamten Dickenbereich geschweißt werden. Wie für die üblichen Baustähle sollen Profile mit nasser Stahloberfläche und Temperaturen unter 5°C vor dem Schweißen getrocknet werden.

Für den Fall, dass Spannungsarmglühen erforderlich ist, erfolgt dieses bei den HISTAR® und FRITENAR® Güten bei Temperaturen zwischen 530°C und 580°C.

Es wird empfohlen, die Haltezeit bei 2 Minuten pro mm Materialstärke anzusetzen. Die Gesamtdauer sollte jedoch mindestens 30 Minuten betragen und insgesamt 90 Minuten nicht überschreiten.

Bei einer kurzen durchgreifenden Erwärmung des Materials beim Flammrichten über die gesamte Erzeugnisdicke sollte die Temperatur unter 650°C liegen. Bei einer lokalen, punktuellen Oberflächenerwärmung des Bauteils sollte die Flammrichttemperatur 900°C nicht überschreiten.

Bezeichnungssystem für Stähle

Die europäische Norm EN 10027-1:2005 umfasst die Kurznamen der Stähle. Üblichen Symbole für Baustähle.

Die folgende Tabelle enthält eine Liste der Bezeichnungen vergleichbarer Stähle zwischen den europäischen Normen sowie den HISTAR®-Güten mit den Bezeichnungen nach amerikanischen, kanadischen, japanischen und früheren nationalen europäischen Normen.

Baustähle

Die Hauptanforderungen den Normen in Bezug auf die mechanischen Werte und die chemische Analyse der Güte sind hierunten gegeben:

 

Andere Güten (z.B. nach kanadischen CSA Normen oder Japanese JIS) können auf Anfrage geliefert werden.

Die mechanischen Eigenschaften der ArcelorMittal Langprodukte werden durch gezielte Warmefuhrung wahrend des Walzprozesses beeinflusst und verbessert.

Diese Stähle, welche durch das so genannte thermomechanische Walzen hergestellt werden (Lieferzustand M), zeichnen sich gegenüber normalisierend gewalzten Stählen aufgrund eines niedrigeren Kohlenstoffäquivalents und einer feineren Mikrostruktur durch eine deutliche Zähigkeitsverbesserung aus. Zusätzlich besitzen thermomechanisch gewalzte Stähle aufgrund ihrer Gefügestruktur eine gute Kaltumformung. Sie lassen sich im Allgemeinen ohne Schwierigkeiten flammrichten. Wie auch bei anderen Baustählen muss darauf geachtet werden, dass die Flammrichttemperatur bestimmte Höchstwerte nicht überschreitet. Eigenspannungen in den Walzprofilen konnten durch Spannungsarmglühen abgebaut werden. Dies erfolgt nach den Richtlinien fur die Verarbeitung unter Einhaltung der üblichen Parameter bezüglich Temperaturbereich und Haltedauer. Eine Weiterverarbeitung durch Warmumformen, in der Praxis bei Langprodukten ohnehin nicht üblich, ist nach EN 10025-2:2004 nicht erlaubt.

Die Baustahle werden im Normalfall mit einem Siliziumgehalt von 0,14% - 0,25% geliefert. Sie sind daher zum Aufbau einer Zinkschicht beim Feuerverzinken geeignet.

Stahlgüten für Offshore-Anwendungen

Die HISTAR® Offshore- und FRITENAR® Offshore-Guten sind speziell fur den Offshore-Bereich entwickelt worden. Im Vergleich zu den Markenstahlen HISTAR® und FRITENAR® bieten die Offshore-Guten folgende zusatzlichen Eigenschaften:

  • Güten mit verbesserten Verformungseigenschaften zur Verminderung der Terrassenbruchneigung bei Beanspruchung senkrecht zur Erzeugnisoberflache (Z-Guten);
  • Kerbschlageigenschaften in Querrichtung;
  • maximales Verhältnis zwischen Streckgrenze und Zugfestigkeit.

Die HISTAR®- und FRITENAR® Offshore Güten stehen in vollem Einklang mit den Forderungen der EN 10225: 2009.

Schweißgeeignete Baustähle für feststehende Offshore-Konstruktionen nach EN 10225: 2009.

Arcorox®

 

Wetterfester Baustahl gemäß EN 10025-5 / ASTM A588 für dauerhafte, ästhetische und kostensparende Bauten

Arcorox® ist eine Stahlgüte wetterfester, niedriglegierter Profilstähle für nachhaltige Bauten, bei denen eine lange Lebensdauer ohne Korrosionsschutz und mit geringen Instandhaltungskosten von besonderer Bedeutung sind.

Durch die Ausbildung einer natürlichen, festanhaftenden und selbstschützenden Oxidschicht (Patina), welche eine starke korrosionshemmende Wirkung hat, ist ein weiteres Korrosionsschutzsystem auf dem Bauteil überflüssig.

In Kombination mit den architektonischen Gestaltungsmöglichkeiten bietet Arcorox® eine dauerhafte Konstruktion ohne zusätzlichen Anstrich. Dies führt insbesondere zu folgenden Einsparungen:

  • Verringerte Baukosten in Verbindung mit kürzeren Bauzeiten;
  • Geringere Aufwendungen und verkürzte Zeiten zur Durchführung von Instandhaltungsarbeiten;
  • Keine Umweltbelastungen durch Instandhaltungsarbeiten und Materialrückstände.

 

Die Anwendung von Arcorox® macht den ästhetischen Eindruck der Gebäude unvergleichbar. Erscheinung, Textur und Ausbildung der Patina sind abhängig von Dauer, Intensität und Art der Bewitterung. Mit der Zeit verändert sich das Aussehen der Gebäude.

 

Vollständige Produkt-Information in unserem Faltblatt  Arcorox.

Mechanische Eigenschaften und die Chemische Zusammensetzung von Arcorox.

16 Mo3 in Verbindung mit EN 10273 und EN 10028

Legierter Stahl für erhöhte Einsatztemperaturen

Dank seiner verbesserten mechanischen Eigenschaften (genormt bis 500°C) und verbesserter Kriechfestigkeit wird die Stahlgüte 16 Mo3 besonders für den Einsatz bei erhöhten Betriebstemperaturen empfohlen.

 

Die Verwendung dieser schweißgeeigneten Stahlsorte ist besonders vorteilhaft für den Einsatz in Kraftwerksausrüstung, Schornsteinanlagen, heiße Maschinenteile oder Verbrennungsanlagen.

 

Diese spezielle Stahlsorte steht nun auch für Profile und Stabstahl zur Verfügung. Walzprofile in 16Mo3 sind weitaus wirtschaftlicher als geschweißte Profile aus Blechen in 16Mo3.

Mechanischen Eigenschaften und die chemische Zusammensetzung von 16Mo3.